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Albert Einstein to Otto Nathan, [2 July 1948?]:

Abstract
ALS.
Details
Identifier
einstein:681,Folder 2.3
Date
[2 July 1948?]
Extent
1 item
Rights
Copyright © 2013 The Hebrew University of Jerusalem. Published by Princeton University Press.
Format

 


: einstein:681-1
[July 2, 1948]
Dear Nathan,
It seems to me that Chapley has now succeeded in forming a broader basis for our campaign. What is being asked of me is to receive a few people in order to encourage them to give money for this campaign’s expenses. In other respects—so far as I understand—no other sort of conspicuous or unreasonable use will be made of my name. The only risk seems to be that the campaign is not backed strongly enough to make an impression in Washington. The main change in the situation as I see it is that the solicitation of signatures is now the task of the individual organizations that Chapley has brought together; under no circumstance will the collection of signatures be done in such a way that a statement by me is used as the basis.
It may be that this campaign is not supported by adequate factual grounds and analysis. But this should not be a reason for me to deny my cooperation; for a campaign undertaken by a number of people requires willingness to compromise, within somewhat acceptable limits.
That is why I believe that it is my duty to receive those whom Chapley’s people think could give the necessary funds. I don’t take seriously the danger that the money will be used completely unreasonably.
Therefore, if you have no serious reservations, I shall write to the people that I am ready to receive the donors.
Cordial regards,
Yours,
A. E.
[ALS]



 


: einstein:681-1
[July 2, 1948]
Lieber Nathan!
Es scheint mir, dass es Chapley nun doch gelungen ist, eine breitere Basis für unsere Aktion zustande zu bringen. Was nun von mir verlangt wird, das ist, einige Leute zu empfangen, um sie zu ermutigen, für die Spesen dieser Aktion Geld zu geben. In sonstiger Beziehung soll—soviel ich verstehe—kein irgendwie prominenter oder unvernünftiger Gebrauch von meinem Namen gemacht werden. Das einzige Risiko scheint darin zu bestehen, dass die Aktion nicht stark genug gestützt ist, um in Washington Eindruck zu machen. Die Haupt-Aenderung der Situation sehe ich darin, dass die Werbung der Unterschriften nun Aufgabe der Einzelorganisationen ist, die Chapley zusammen gebracht hat; in keinem Fall geschieht also die Sammlung der Unterschriften in solcher Weise, dass eine Aeusserung von mir zur Grundlage genommen wird.
Es mag nun sein, dass die Aktion nicht begleitet ist von einer adäquaten sachlichen Begründung und Analyse. Dies darf aber kein Grund für mich sein, meine Kooperation zu verweigern; denn eine Aktion, die von einer Anzahl Leuten unternommen wird, verlangt Kompromiss-Bereitschaft in den einigermassen acceptabeln Grenzen.
Deshalb glaube ich dass es meine Pflicht ist, die Leute zu empfangen, von denen die Chapley-Leute denken, dass sie die nötigen Mittel hergeben könnten. Die Gefahr, dass das Geld ganz unvernünftig verwendet wird, halte ich nicht für ernsthaft.
Wenn Sie also nicht ernsthafte Bedenken haben, werde ich den Leuten schreiben, dass ich bereit bin, die Geldleute zu empfangen.
Herzliche Grüsse
Ihr
A. E.
[ALS]